Musik-/Instrumentalpädagogik/ Cellospiel

Ja, richtig – Cello spielen ist ein Spiel! Und Spielen ist der natürliche Lernapparat des Menschen. Durch Spielen, was nichts anderes ist, als tiefes Versinken in und experimentelles Ausprobieren einer Sache, eignen wir uns Fertigkeiten und Kompetenzen an. Nötig dafür sind lediglich innere Begeisterung und das daraus resultierende Bedürfnis, sich für diese Sache Zeit zu nehmen – sich mit etwas zu beschäftigen.

Egal, warum und in welchem Alter man sich dazu entscheidet, ein Instrument zu erlernen – es ist nie zu spät. Wichtig ist, besonders bei Kindern, dass dies aus eigenem Antrieb geschieht. Anschließend gilt es, einen sehr guten Lehrer für das gewünschte Instrument zu finden, um den Weg für eine schöne, motivierende und langfristige Zusammenarbeit zu ebnen. Denn natürlich braucht es eine Weile, musikalisches Handwerk zu erlangen, was im Rückblick einen unverkennbaren persönlichen Wert für das eigene Leben darstellen kann.

Der Ablauf

Weil es beim Cellounterricht auf eine angenehme zwischenmenschliche Atmosphäre ankommt, lernen wir uns in einer Probestunde erst einmal kennen. Dabei besprechen wir Details für den Unterricht und klären erste Fragen.

Der Cellounterricht selbst erfolgt dann unabhängig der jeweiligen Vorkenntnisse. Ich führe dich oder dein Kind Schritt für Schritt an das Cello heran. Bei Fortgeschrittenen liegt der Schwerpunkt gern auf einer musikalischen Lieblingsstilrichtung. Mit vielen kleinen Tipps und Tricks kann ich jeden zügig auf dem Instrument voranbringen und bei Schwierigkeiten helfen. Da ich das Zusammenspiel liebe, begleite ich jede Unterrichtseinheit abwechselnd am Cello oder Klavier. Abgerundet wird der Unterricht durch Einflüsse aus Musikgeschichte, -theorie, Gehörbildung, Formenlehre und das Spielen im Duett. Ich verfolge keine spezielle Methode, sondern versuche von Anfang an, die Musikalität eines jeden über die Saiten des Cellos nach außen zu kehren, denn: jeder Mensch ist musikalisch! Und mit innerer Musikalität einher gehen sämtliche weitere Wahrnehmungsprozesse, die sich auch außerhalb musikalischer Arbeit, nämlich in allen Lebensbereichen widerspiegeln. Ich möchte meine Schüler inspirieren! Und finde für jeden eine individuelle Herangehensweise.

Neben unserer Zusammenarbeit im Unterricht ist es wichtig, auch zu Hause eine Verbindung zum Instrument zu pflegen. Kontinuierliche Eigenarbeit bzw. regelmäßiges „Üben“ oder „Spielen“, aber auch Konzertbesuche oder das bewusste Erleben einer hochwertigen CD-Einspielung unterstützen damit die Freude und das Vorankommen auf dem Instrument.

Ein Instrument wie das Cello kann man in fast jedem Alter erlernen, vorausgesetzt, es ist die eigene Begeisterung, die einen dazu treibt. Für meine Schüler wünsche ich mir, dass sie sich dadurch besser kennen lernen, Empfindungen nachspüren und ihre Wahrnehmung erweitern.

Meine Expertise

Als Instrumentalpädagogin bin ich seit 2007 tätig. Am Anfang meines Studiums in Frankfurt unterrichtete ich meinen ersten Schüler – er war damals 64 Jahre alt und bekam von seiner Frau aufgrund des alten Cellos, was allmählich auf dem Dachboden verstaubte, einen Gutschein für zehn Cellostunden geschenkt. Nach sechseinhalb Jahren nahm er immer noch wöchentlich Unterricht bei mir und spielte, nachdem er anfangs weder Noten noch Rhythmus lesen konnte, schließlich mein Studienrepertoire: aus den Violoncello-Suiten von J.S. Bach.

Seitdem unterrichte ich die verschiedensten Menschen unterschiedlichen Alters und Hintergrund im Cellospielen: Mitarbeiter der europäischen Zentralbank ebenso wie Krankenschwestern, Gymnasiasten, Kinder, Studenten, Ingenieure oder Flüchtlinge.

Mein Feingefühl, meine hochsensible Wahrnehmung und die Liebe zur Musik und Kommunikation machen es möglich, immer wieder Menschen für das Cello zu begeistern. Für mich selbst ist das Instrument eine jahrelange Konstante in meinem eigenen Leben und diesen Wert möchte ich gern auch Anderen vermitteln.

Weitere Erfahrungen in der musikpädagogischen Arbeit habe ich an folgenden Schulen gesammelt: dem Adolf-Reichwein-Gymnasium, der Bettinaschule und Musikschule Rhythmix in Frankfurt, dem Carl-Bosch-Gymnasium in Ludwigshafen sowie der städtischen Musikschule in Viernheim. Zuletzt leitete ich das Kinderprogramm im Shri Jasnath Asan in Indien und bin derzeit als Cellolehrerin in den großzügigen Räumen der Freien Musikschule des Klosters Hirschhorn und dem Musikstudio Weststadt in Heidelberg tätig.

Seit der Geburt meiner Tochter fließen nunmehr natürliches bzw. freies Lernen in mein Interessensgebiet, wobei das Werk des Forschers und UNESCO-Experten Arno Stern besondere Wichtigkeit erlangt hat. Meine eigenen, ganz persönlichen Lernerlebnisse und -erfahrungen waren für mich prägend, so habe ich viele Kenntnisse, wie z.B. zeichnen, spanisch, französisch oder das Violinspiel autodidaktisch erlangt.

Grundlage meiner Arbeit bildet meine Ausbildung bei Prof. Gehard Mantel bzw. mein künstlerisch-pädagogisches Studium 2006-2012 an den staatlichen Hochschulen für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie als ERASMUS-Studentin der Franz Liszt Musikakademie Budapest.

Mehr über mich erfährst du hier.